Futterbestadteile

 

Futterbestadteile

 

Tierisccher Anteil:

 

    • Muskelfleisch: In rohem Fleisch sind Proteine, Mineralien, Fette, Wasser und Vitamine enthalten, die unser Hauswolf benötigt. Spezielle Fleischsorten, wie Geflügel liefern außerdem essentielle Fettsäuren, genauso wie Fisch. Schweinefleisch kann Erreger der Aujeszky-Virus enthalten, die beim Hund zu einer Gehirn- oder Rückenmarksentzündung und unweigerlich zum Tod führt. Schweinefleisch sollte also nicht gefüttert werden.

    • Pansen/Blättermagen: Das Magensystem von Wiederkäuern, also beispielsweise von Kühen, Schafen und Ziegen, ist besonders wertvoll für den Fleischfresser, Hund. Im Magen von ihnen (besonder im Blättermagen oder grüne Pansen) ist pflanzliches Futter bereits vorverdaut und deren Nährstoffe bereits freigesetzt, jedoch hat der Pflanzenfresser es noch nicht absorbiert. Pansen und Blättermagen haben einen geringeren Proteingehalt als Muskelfleisch. Deshalb eignen sie sich auch besonders für ältere Tiere. Der Vitamingehalt hingegen ist viel höher als im Muskelfleisch. Bei Tieren mit der Neigung zur Fettleibigkeit ist der Blättermagen dem Pansen vorzuziehen, er hat einen geringeren Fettgehal.

    • Innereien:Biotin, Kupfer, Eisen, B-Vitamine und Vitamin-A kommen gehäuft in der Leber vor, allerdings enthält sie auch sehr viel Glykogen, das nur schwer abgebaut werden kann. Leber sollte also in Maßen gefüttert werden, etwa einmal die Woche ein mittelgroßes Stück. Allerdings braucht der Hundeorganismus eine ausreichende Menge Vitamin A, um seine Sehfunktion, Hautbeschaffenheit, das Knorpelgewebe und Immunsystem aufrecht zu erhalten. Innereien liefern verschiedenen Nährstoffe insbesondere Natrium, Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, sowie die Vitamine A, D, K, B2, B12, B5 (Pantothensäure), B3 (Nikotinsäure) sowie B7 (Biotin) und B 9 (Folsäure) in viel höherer Konzentration als normales Muskelfleisch. Man kann auch gut erkennen, dass die Innereien jeweils unterschiedliche „Stärken“ haben, weswegen es z. B. nicht ausreicht, nur Leber oder nur Niere zu füttern. Herz oder Lunge sind nicht ganz so wertvolle Nährstofflieferanten wie bspw. Leber, Niere und Milz.

      Bestimmte innere Organe im Körper haben die Aufgabe, Stoffwechselendprodukte abzubauen oder auszuscheiden. Problematisch sind eher im Schlachttier eingelagerte Stoffe die auf unnatürliche Weise in das Schlachttier geraten. Dazu zählen Medikamenten (z. B. Antibiotika), Umweltgifte (z. B. Dioxine) oder Schwermetalle (wie z. B. Quecksilber).

      Man sollte nicht zu wenige Innereien füttern. Sie sollten ca. 15 % des tierischen Anteils der Nahrung ausmachen, eben weil sie auch ungefähr in dieser Größenordnung im Beutetier vorkommen. Betrachtet man die wissenschaftlichen Bedarfswerte (die jedoch bekanntermaßen auf gebarfte Hunde nicht zutreffen müssen), so fehlen bereits ab einem Anteil von 10% bestimmte Nährstoffe, die man dann substituieren müsste.

    • Knochen & Knorpel: Knochen stellen bei der artgerchten Fütterung von Hunden und Katzen einen wichtigen Bestandteil dar, denn sie liefern essenzielle Mineralstoffe und Spurenelemente. Außerdem dienen Knochen der natürlichen Zahnreinigung. Lässt man die Knochen einfach weg, fehlt es dem Hund und der Katze letztendlich an Calcium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Zink.

 

Pflanzlicher Anteil

 

    • Beim Barfen geht es darum, die natürliche Nahrung eines Beutefressers nachzustellen. Da dieser seine Beute mit Haut und Haar frisst und zudem auch noch Kot von Pflanzenfressern oder Beeren und Gras, sollte man auch bei BARF, entsprechende schwer verdauliche Komponenten bereitstellen. In Studien wurde der Kot von Wölfen untersucht. Aus einer dieser Studien geht z. B. hervor, dass sich in der Losung der Tiere 0,3 % Beeren, 1,9 % Pflanzenmaterial und etwa 3,4 % anderen Bestandteile wie Blätter, Äste und Steine befinden. Das ist nicht gleichzusetzen mit dem Anteil dieser Dinge in der Nahrung, denn im Kot sind schließlich nur die unverdaulichen Reste von Nahrung nachweisbar. Das bedeutet, dass ein Wolf weit mehr als 0,3 % Beeren aufnehmen muss, um im Kot 0,3 % nachweisen zu können.

      Warum Wölfe "freiwillig" Pflanzenmaterial und andere unverdauliche Bestandteile aufnehmen, ist nicht bekannt. Man vermutet, dass diese Dinge den Darm von Parasiten und Haaren befreien oder als Brechmittel dienen.

    • Ballaststoffe beeinflussen die Verdauung: Egal, welcher Theorie man glauben schenken mag, Fakt ist, dass Hunde einen gewissen Teil an schwer- bzw. unverdaulichen Nahrungskomponenten benötigen. Diese erhöhen nämlich de Füllungsdruck im Verdauungskanal und fördern damit die Darmperistaltik und –passage. Außerdem benötigen Hunde unverdauliche Faserstoffe zur Gesunderhaltung der Darmflora, da sich die "guten" Darmbakterien mittels mikrobieller Fermentation von bestimmten Faserstoffen ernähren. Hohe Fasergehalte finden sich vor allem im in Obst, Gemüse und Samen. Obst & Gemüse sind zwar nicht in erster Linie für die Nährstoffversorgung notwendig, aber sie liefern eine ganze Reihe sekundärer Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können, denn viele dieser bioaktiven Substanzen haben gesundheitsfördernde Eigenschaften.

    • So wirken z. B. Carotinoide, die vor allem in Karotten, Aprikosen, Grünkohl, Spinat und Kopfsalat vorkommen antioxidativ, immunstimulierend, antikanzerogen und verhindern Zellkernschädigungen.

    • Phytosterine, die vor allem in Samen wie z. B. Sonnenblumenkernen oder Sesam zu finden sind, wirken ebenfalls krebshemmend und zudem Cholesterin-senkend.

    • Auch Saponine (Hülsenfrüchte, Spinat, Knoblauch) haben gesundheitsfördernde Eigenschaften und wirken antikanzerogen, antimikrobiell, Cholesterin-senkend, immunmodulierend und entzündungshemmend.

    • Phenolsäuren und Flavonoide, die in fast allen Pflanzen vorkommen, sind ebnso antikanzerogen, antimikrobiell und antioxidativ.

    • Monoterpene, die vor allem in Obstsorten wie Äpfeln, Aprikosen, Himbeeren oder Heidelbeeren zu finden sind, wirken antikanzerogen.

    • Sulfide (wie sie z. B. in Knoblauch vorkommen) haben ein breites Wirkungsspektrum und sind antikanzerogen, antimikrobiell, antioxidativ, antithrombotisch, immunmodulierend, entzündungshemmend, Cholesterin-senkend und verdauungsfördernd, indem sie den Speichelfluss und die Magensaftsekretion und die Darmperistaltik anregen. Außerdem haben sie im Fall von Knoblauch auch eine anthelminthische (gegen Würmer) Wirkung.

 

 

 

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